Section I. Das Buch u.s.w.
| German | English |
|---|---|
| Herr Meister: Hier ist mein Buch. Mein Buch ist braun. Dieses Buch hier ist grün; mein Buch ist nicht grün. Bella, ist das Gras grün? | Herr Meister: Here is my book. My book is brown. This book here is green; my book is not green. Bella, is the grass green? |
| Bella: Das Gras ist grün. | Bella: The grass is green. |
| Herr Meister: Ja, das Gras ist grün. Anna, ist das Gras im Sommer grün? | Herr Meister: Yes, the grass is green. Anna, is the grass green in summer? |
| Anna: Das Gras ist im Sommer grün. | Anna: The grass is green in summer. |
| Herr Meister: Ja, das Gras ist im Sommer grün. Louis, ist das Gras im Winter grün? | Herr Meister: Yes, the grass is green in summer. Louis, is the grass green in winter? |
| Louis: Das Gras ist im Winter nicht grün. | Louis: The grass isn’t green in winter. |
| Herr Meister: Nein, das Gras ist im Winter nicht grün. Bella, ist die Rose grün? | Herr Meister: No, the grass isn’t green in winter. Bella, is the rose green? |
| Bella: O nein, die Rose ist nicht grün. | Bella: Oh no, the rose isn’t green. |
| Herr Meister: Ist die Rose rot? | Herr Meister: Is the rose red? |
| Bella: Ja, die Rose ist rot. | Bella: Yes, the rose is red. |
| Herr Meister: Anna, ist der Winter kalt? | Herr Meister: Anna, is winter cold? |
| Anna: Ja, Herr Meister, der Winter ist kalt. | Anna: Yes, Herr Meister, winter is cold. |
| Herr Meister: Louis, ist der Sommer kalt? | Herr Meister: Louis, is summer cold? |
| Louis: Nein, Herr Meister, der Sommer ist nicht kalt. | Louis: No, Herr Meister, summer isn’t cold. |
| Herr Meister: Ist der Sommer warm? | Herr Meister: Is summer warm? |
| Louis: Ja, der Sommer ist warm. | Louis: Yes, summer is warm. |
| Herr Meister: Bella, ist es Sommer im Dezember? | Herr Meister: Bella, is it summer in December? |
| Bella: Nein, im Dezember ist es nicht Sommer. | Bella: No, it isn’t summer in December. |
| Herr Meister: Ist es Winter im Dezember? | Herr Meister: Is it winter in December? |
| Bella: Ja, es ist Winter im Dezember. | Bella: Yes, it’s winter in December. |
| Herr Meister: Bella, ist der Rosenbusch im Dezember im Garten? | Herr Meister: Bella, is the rosebush in the garden in December? |
| Bella: Ja, Herr Meister, der Rosenbusch ist im Dezember im Garten. | Bella: Yes, Herr Meister, the rosebush is in the garden in December. |
| Herr Meister: Ist die Rose im Dezember am Rosenbusch im Garten? | Herr Meister: Is the rose on the rosebush in the garden in December? |
| Bella: Nein, Herr Meister, im Dezember ist die Rose nicht am Rosenbusch im Garten. | Bella: No, Herr Meister, the rose isn’t on the rosebush in the garden in December. |
| Herr Meister: Mein Kompliment, Fräulein Bella, Sie sprechen gut deutsch! | Herr Meister: My compliments, Fräulein Bella—you speak German well! |
| Bella: O, Herr Meister! | Bella: Oh, Herr Meister! |
| Herr Meister: Louis, ist dieses Buch englisch? | Herr Meister: Louis, is this book English? |
| Louis: Nein, dieses Buch ist nicht englisch. | Louis: No, this book isn’t English. |
| Herr Meister: Ist dieses Buch deutsch? | Herr Meister: Is this book German? |
| Louis: Ja, dieses Buch ist deutsch. | Louis: Yes, this book is German. |
| Herr Meister: “Ja,” “dieses” “Buch” “ist” “deutsch.” — “Ja” ist ein deutsches Wort. Ist “dieses” ein deutsches Wort? | Herr Meister: “Ja,” “dieses,” “Buch,” “ist,” “deutsch.” — “Ja” is a German word. Is “dieses” a German word? |
| Louis: “Dieses” ist ein deutsches Wort. | Louis: “Dieses” is a German word. |
| Herr Meister: Gut, Louis, gut! “Ja” ist ein deutsches Wort, und “dieses” ist ein deutsches Wort. “Ja” — “dieses”, das sind zwei (= 2) deutsche Wörter. Eins (= 1) und eins (= 1) ist zwei (= 2); Anna, ist “Buch” ein deutsches Wort? | Herr Meister: Good, Louis, good! “Ja” is a German word, and “dieses” is a German word. “Ja” and “dieses”—that’s two German words. One and one make two. Anna, is “Buch” a German word? |
| Anna: Ja, Herr Meister, “Buch” ist ein deutsches Wort. | Anna: Yes, Herr Meister, “Buch” is a German word. |
| Herr Meister: Gut, Anna! Das sind drei (= 3) deutsche Wörter. Zwei (= 2) und eins (= 1) ist drei (= 3). Bella, ist das im Englischen auch so? | Herr Meister: Good, Anna! That makes three German words. Two and one make three. Bella, is it the same in English? |
| Bella: O ja, Herr Meister, das ist im Englischen auch so. Das Wort “ist,” Herr Meister, ist englisch und deutsch. | Bella: Oh yes, Herr Meister, it’s the same in English. The word “ist,” Herr Meister, is both English and German. |
| Herr Meister: Im Englischen ist es “i-s,” im Deutschen “i-s-t.” Das “t” ist nicht im Englischen. — Nun sind es vier (= 4) Wörter. “Ja” — ein deutsches Wort; “dieses” — zwei deutsche Wörter; “Buch” — drei deutsche Wörter; “ist” — vier deutsche Wörter; “deutsch” — fünf (= 5) deutsche Wörter. Hier ist Louis. Louis ist eine Person. Hier ist Anna. Anna ist auch eine Person — das sind zwei Personen; und Bella ist auch eine Person — das sind drei Personen; und hier ist meine Person — das sind vier Personen. | Herr Meister: In English it’s spelled “i-s”; in German, “i-s-t.” The t isn’t used in English. Now we have four words. “Ja”—one German word; “dieses”—two; “Buch”—three; “ist”—four; “deutsch”—five. Here is Louis. Louis is one person. Here is Anna. Anna is another person—that makes two. Bella is another person—that makes three. And here I am—that makes four people. |
| Herr Meister: Vier Personen und fünf deutsche Wörter. Fünf und vier sind neun. Vier Personen und fünf Wörter sind zusammen neun. Louis, wie viel ist vier und fünf? | Herr Meister: Four people and five German words. Five and four make nine. Four people and five words make nine altogether. Louis, how much is four plus five? |
| Louis: Vier und fünf sind neun. | Louis: Four and five make nine. |
| Herr Meister: Gut! Wie viel ist eins und vier? | Herr Meister: Good! How much is one plus four? |
| Louis: Eins und vier sind fünf. | Louis: One and four make five. |
| Herr Meister: Richtig! Anna, wie viel ist drei und zwei? | Herr Meister: Correct! Anna, how much is three plus two? |
| Anna: Drei und zwei sind fünf. | Anna: Three and two make five. |
| Herr Meister: Bella, wie viel ist zwei und vier? | Herr Meister: Bella, how much is two plus four? |
| Bella: Zwei und vier sind sechs. | Bella: Two and four make six. |
| Herr Meister: Gut! Wie viel ist sechs und eins? | Herr Meister: Good! How much is six plus one? |
| Bella: Sechs und eins sind sieben. | Bella: Six and one make seven. |
| Herr Meister: Louis, wie viel ist sieben und eins? | Herr Meister: Louis, how much is seven plus one? |
| Louis: Sieben und eins sind acht. | Louis: Seven and one make eight. |
| Herr Meister: Wie viel ist acht und eins? | Herr Meister: How much is eight plus one? |
| Louis: Acht und eins sind neun. | Louis: Eight and one make nine. |
| Herr Meister: Und neun und eins? | Herr Meister: And nine plus one? |
| Louis: Neun und eins sind zehn. | Louis: Nine and one make ten. |
| Herr Meister: Sehr gut! Nun zählen wir. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn. | Herr Meister: Very good! Now let’s count. One, two, three, four, five, six, seven, eight, nine, ten. |
| Alle: Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn. | All: One, two, three, four, five, six, seven, eight, nine, ten. |
| Herr Meister: Anna, zählen Sie rückwärts. | Herr Meister: Anna, count backward. |
| Anna: Zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins. | Anna: Ten, nine, eight, seven, six, five, four, three, two, one. |
| Herr Meister: Sehr gut! Louis, wie viele Finger haben Sie an einer Hand? | Herr Meister: Very good! Louis, how many fingers do you have on one hand? |
| Louis: Fünf Finger. | Louis: Five fingers. |
| Herr Meister: Und an zwei Händen? | Herr Meister: And on two hands? |
| Louis: Zehn Finger. | Louis: Ten fingers. |
| Herr Meister: Anna, wie viele Augen haben Sie? | Herr Meister: Anna, how many eyes do you have? |
| Anna: Zwei Augen. | Anna: Two eyes. |
| Herr Meister: Bella, wie viele Ohren haben Sie? | Herr Meister: Bella, how many ears do you have? |
| Bella: Zwei Ohren. | Bella: Two ears. |
| Herr Meister: Louis, wie viele Nasen haben Sie? | Herr Meister: Louis, how many noses do you have? |
| Louis: Eine Nase. | Louis: One nose. |
| Herr Meister: Sehr gut! Und wie viele Münder? | Herr Meister: Very good! And how many mouths? |
| Louis: Einen Mund. | Louis: One mouth. |
| Herr Meister: Gut. Haben Sie zwei Münder? | Herr Meister: Good. Do you have two mouths? |
| Louis: O nein! Ich habe nur einen Mund. | Louis: Oh no! I have only one mouth. |
| Herr Meister: Das ist gut. Ein Mund ist genug. | Herr Meister: That’s good. One mouth is enough. |
| German | English |
| ——– | ——— |
| Herr Meister: Kinder, der Mund ist zum Sprechen und zum Essen. Die Ohren sind zum Hören. Die Augen sind zum Sehen. Sehen Sie die Vögel dort in den Bäumen? | Herr Meister: Children, the mouth is for speaking and eating. The ears are for hearing. The eyes are for seeing. Do you see the birds over there in the trees? |
| Alle: Ja, Herr Meister, wir sehen sie. | All: Yes, Herr Meister, we see them. |
| Herr Meister: Können die Vögel sprechen? | Herr Meister: Can birds speak? |
| Louis: Nein, Herr Meister, die Vögel können nicht sprechen. | Louis: No, Herr Meister, birds can’t speak. |
| Herr Meister: Können sie singen? | Herr Meister: Can they sing? |
| Louis: Ja, Herr Meister, sie können singen. | Louis: Yes, Herr Meister, they can sing. |
| Herr Meister: Anna, können die Fische singen? | Herr Meister: Anna, can fish sing? |
| Anna: Nein, Herr Meister, die Fische können nicht singen. | Anna: No, Herr Meister, fish can’t sing. |
| Herr Meister: Können die Fische sprechen? | Herr Meister: Can fish speak? |
| Anna: Nein, Herr Meister, die Fische können nicht sprechen. | Anna: No, Herr Meister, fish can’t speak. |
| Herr Meister: Bella, können die Fische sehen? | Herr Meister: Bella, can fish see? |
| Bella: Ja, Herr Meister, die Fische können sehen. | Bella: Yes, Herr Meister, fish can see. |
| Herr Meister: Können sie hören? | Herr Meister: Can they hear? |
| Bella: Ja, Herr Meister, sie können hören. | Bella: Yes, Herr Meister, they can hear. |
| Herr Meister: Sehr gut! Louis, können die Menschen sprechen? | Herr Meister: Very good! Louis, can people speak? |
| Louis: Ja, Herr Meister, die Menschen können sprechen. | Louis: Yes, Herr Meister, people can speak. |
| Herr Meister: Können sie auch singen? | Herr Meister: Can they sing too? |
| Louis: Ja, Herr Meister, sie können auch singen. | Louis: Yes, Herr Meister, they can sing too. |
| Herr Meister: Können die Menschen fliegen wie die Vögel? | Herr Meister: Can people fly like birds? |
| Louis: Nein, Herr Meister, die Menschen können nicht fliegen wie die Vögel. | Louis: No, Herr Meister, people can’t fly like birds. |
| Herr Meister: Können die Vögel schwimmen? | Herr Meister: Can birds swim? |
| Louis: Einige Vögel können schwimmen, aber nicht alle. | Louis: Some birds can swim, but not all of them. |
| Herr Meister: Welche Vögel können schwimmen? | Herr Meister: Which birds can swim? |
| Louis: Die Enten können schwimmen. | Louis: Ducks can swim. |
| Herr Meister: Sehr richtig. Und können Enten auch fliegen? | Herr Meister: Quite right. And can ducks fly as well? |
| Louis: Ja, Herr Meister, Enten können fliegen und schwimmen. | Louis: Yes, Herr Meister, ducks can both fly and swim. |
| Herr Meister: Das ist gut. Manche Tiere können etwas, was andere Tiere nicht können. Auch die Menschen können nicht alles. Jeder kann etwas gut, aber niemand kann alles gut. | Herr Meister: Very good. Some animals can do things that others can’t. People can’t do everything either. Everyone can do some things well, but no one can do everything well. |
| Herr Meister: Bella, sehen Sie den Baum dort? | Herr Meister: Bella, do you see that tree over there? |
| Bella: Ja, Herr Meister, ich sehe ihn. | Bella: Yes, Herr Meister, I do. |
| Herr Meister: Ist der Baum groß? | Herr Meister: Is the tree tall? |
| Bella: Ja, Herr Meister, der Baum ist groß. | Bella: Yes, Herr Meister, the tree is tall. |
| Herr Meister: Ist das Haus hinter dem Baum auch groß? | Herr Meister: Is the house behind the tree large too? |
| Bella: Ja, Herr Meister, das Haus ist auch groß. | Bella: Yes, Herr Meister, the house is large too. |
| Herr Meister: Was ist größer, der Baum oder das Haus? | Herr Meister: Which is taller, the tree or the house? |
| Bella: Der Baum ist größer als das Haus. | Bella: The tree is taller than the house. |
| Herr Meister: Sehr gut! Louis, ist der Berg höher als der Baum? | Herr Meister: Very good! Louis, is the mountain higher than the tree? |
| Louis: Ja, Herr Meister, der Berg ist höher als der Baum. | Louis: Yes, Herr Meister, the mountain is higher than the tree. |
| Herr Meister: Und ist der Himmel höher als der Berg? | Herr Meister: And is the sky higher than the mountain? |
| Louis: Ja, Herr Meister, der Himmel ist höher als der Berg. | Louis: Yes, Herr Meister, the sky is higher than the mountain. |
| Herr Meister: Anna, ist der Fluß breit? | Herr Meister: Anna, is the river wide? |
| Anna: Ja, Herr Meister, der Fluß ist breit. | Anna: Yes, Herr Meister, the river is wide. |
| Herr Meister: Ist der Weg breiter als der Fluß? | Herr Meister: Is the road wider than the river? |
| Anna: O nein, Herr Meister, der Weg ist nicht breiter als der Fluß. | Anna: Oh no, Herr Meister, the road isn’t wider than the river. |
| Herr Meister: Ist der Fluß breiter als der Weg? | Herr Meister: Is the river wider than the road? |
| Anna: Ja, Herr Meister, der Fluß ist breiter als der Weg. | Anna: Yes, Herr Meister, the river is wider than the road. |
| Herr Meister: Sehr gut. Bella, ist der Weg lang? | Herr Meister: Very good. Bella, is the road long? |
| Bella: Ja, Herr Meister, der Weg ist lang. | Bella: Yes, Herr Meister, the road is long. |
| Herr Meister: Ist der Fluß länger als der Weg? | Herr Meister: Is the river longer than the road? |
| Bella: Ja, Herr Meister, der Fluß ist länger als der Weg. | Bella: Yes, Herr Meister, the river is longer than the road. |
| Herr Meister: Ist der Weg länger als das Buch? | Herr Meister: Is the road longer than the book? |
| Bella: Ja, Herr Meister, der Weg ist viel länger als das Buch. | Bella: Yes, Herr Meister, the road is much longer than the book. |
| Herr Meister: Das ist wahr. Louis, ist dieses Buch schwer? | Herr Meister: That’s true. Louis, is this book heavy? |
| Louis: Nein, Herr Meister, dieses Buch ist nicht schwer. | Louis: No, Herr Meister, this book isn’t heavy. |
| Herr Meister: Ist jener Stein schwer? | Herr Meister: Is that stone heavy? |
| Louis: Ja, Herr Meister, jener Stein ist schwer. | Louis: Yes, Herr Meister, that stone is heavy. |
| Herr Meister: Ist der Stein schwerer als das Buch? | Herr Meister: Is the stone heavier than the book? |
| Louis: Ja, Herr Meister, der Stein ist schwerer als das Buch. | Louis: Yes, Herr Meister, the stone is heavier than the book. |
| Herr Meister: Gut. Anna, ist eine Feder leichter als ein Stein? | Herr Meister: Good. Anna, is a feather lighter than a stone? |
| Anna: Ja, Herr Meister, eine Feder ist leichter als ein Stein. | Anna: Yes, Herr Meister, a feather is lighter than a stone. |
| Herr Meister: Sehr gut! | Herr Meister: Very good! |
| Herr Meister: Kinder, seht den Himmel an! Ist er blau? | Herr Meister: Children, look at the sky! Is it blue? |
| Alle: Ja, Herr Meister, der Himmel ist blau. | All: Yes, Herr Meister, the sky is blue. |
| Herr Meister: Ist er immer blau? | Herr Meister: Is it always blue? |
| Alle: Nein, Herr Meister, er ist nicht immer blau. | All: No, Herr Meister, it isn’t always blue. |
| Herr Meister: Welche Farbe hat der Himmel am Abend, wenn die Sonne untergeht? | Herr Meister: What color is the sky in the evening when the sun sets? |
| Anna: Dann ist der Himmel rot und golden. | Anna: Then the sky is red and golden. |
| Herr Meister: Sehr schön! Und welche Farbe hat der Himmel in der Nacht? | Herr Meister: Very good! And what color is the sky at night? |
| Louis: In der Nacht ist der Himmel dunkel. | Louis: At night the sky is dark. |
| Herr Meister: Sehen wir die Sterne in der Nacht? | Herr Meister: Do we see the stars at night? |
| Louis: Ja, Herr Meister, wir sehen die Sterne. | Louis: Yes, Herr Meister, we do. |
| Herr Meister: Und sehen wir die Sonne in der Nacht? | Herr Meister: And do we see the sun at night? |
| Louis: Nein, Herr Meister, wir sehen die Sonne nicht in der Nacht. | Louis: No, Herr Meister, we don’t see the sun at night. |
| Herr Meister: Bella, sehen wir den Mond in der Nacht? | Herr Meister: Bella, do we see the moon at night? |
| Bella: Ja, Herr Meister, oft sehen wir den Mond in der Nacht. | Bella: Yes, Herr Meister, we often see the moon at night. |
| Herr Meister: Ist der Mond so groß wie die Sonne? | Herr Meister: Is the moon as large as the sun? |
| Bella: Nein, Herr Meister, der Mond ist nicht so groß wie die Sonne. | Bella: No, Herr Meister, the moon isn’t as large as the sun. |
| Herr Meister: Sehr gut. Anna, scheint die Sonne am Tage? | Herr Meister: Very good. Anna, does the sun shine during the day? |
| Anna: Ja, Herr Meister, die Sonne scheint am Tage. | Anna: Yes, Herr Meister, the sun shines during the day. |
| Herr Meister: Und scheint der Mond auch am Tage? | Herr Meister: And does the moon shine during the day as well? |
| Anna: Manchmal, Herr Meister; aber nicht immer. | Anna: Sometimes, Herr Meister, but not always. |
| Herr Meister: Sehr richtig. Louis, was gibt uns die Sonne? | Herr Meister: Quite right. Louis, what does the sun give us? |
| Louis: Die Sonne gibt uns Licht und Wärme. | Louis: The sun gives us light and warmth. |
| Herr Meister: Sehr gut! Ohne die Sonne könnten wir nicht leben. | Herr Meister: Very good! Without the sun, we couldn’t live. |
| Herr Meister: Kinder, die Sonne ist sehr weit von der Erde entfernt. Trotzdem gibt sie der ganzen Erde Licht und Wärme. Ist das nicht wunderbar? | Herr Meister: Children, the sun is very far from the earth. Yet it gives light and warmth to the whole earth. Isn’t that wonderful? |
| Alle: Ja, Herr Meister. | All: Yes, Herr Meister. |
| Herr Meister: Louis, ist das Feuer auch warm? | Herr Meister: Louis, is fire warm too? |
| Louis: Ja, Herr Meister, das Feuer ist warm. | Louis: Yes, Herr Meister, fire is warm. |
| Herr Meister: Ist das Eis warm? | Herr Meister: Is ice warm? |
| Louis: Nein, Herr Meister, das Eis ist kalt. | Louis: No, Herr Meister, ice is cold. |
| Herr Meister: Anna, was ist wärmer: das Feuer oder das Eis? | Herr Meister: Anna, which is warmer: fire or ice? |
| Anna: Das Feuer ist wärmer als das Eis. | Anna: Fire is warmer than ice. |
| Herr Meister: Sehr gut. Bella, was ist kälter: der Winter oder der Sommer? | Herr Meister: Very good. Bella, which is colder: winter or summer? |
| Bella: Der Winter ist kälter als der Sommer. | Bella: Winter is colder than summer. |
| Herr Meister: Richtig. Und was ist wärmer: der Sommer oder der Frühling? | Herr Meister: Correct. And which is warmer: summer or spring? |
| Bella: Der Sommer ist wärmer als der Frühling. | Bella: Summer is warmer than spring. |
| Herr Meister: Louis, trinken Sie lieber kaltes oder warmes Wasser? | Herr Meister: Louis, do you prefer cold water or warm water? |
| Louis: Ich trinke lieber kaltes Wasser. | Louis: I prefer to drink cold water. |
| Herr Meister: Und im Winter? | Herr Meister: Even in winter? |
| Louis: Ja, Herr Meister, auch im Winter. | Louis: Yes, Herr Meister, even in winter. |
| Herr Meister: Das ist gut. Jeder Mensch hat seine Gewohnheiten. Manche trinken lieber kaltes Wasser, andere lieber warmen Tee oder Kaffee. | Herr Meister: Very well. Everyone has their own habits. Some people prefer cold water, while others prefer hot tea or coffee. |
| Anna: Herr Meister, ich trinke lieber warme Milch. | Anna: Herr Meister, I prefer warm milk. |
| Herr Meister: Das ist auch gut. | Herr Meister: That’s good too. |
| Herr Meister: Nun, Kinder, sagt mir: Wo wohnt der Fisch? | Herr Meister: Now then, children, tell me: Where does a fish live? |
| Louis: Der Fisch wohnt im Wasser. | Louis: A fish lives in the water. |
| Herr Meister: Sehr gut. Und wo wohnt der Vogel? | Herr Meister: Very good. And where does a bird live? |
| Louis: Der Vogel wohnt in den Bäumen. | Louis: A bird lives in the trees. |
| Herr Meister: Anna, wo wohnt das Pferd? | Herr Meister: Anna, where does a horse live? |
| Anna: Das Pferd wohnt im Stall. | Anna: A horse lives in a stable. |
| Herr Meister: Und die Kuh? | Herr Meister: And a cow? |
| Anna: Die Kuh wohnt auch im Stall. | Anna: A cow lives in a stable too. |
| Herr Meister: Bella, wo wohnt der Mensch? | Herr Meister: Bella, where do people live? |
| Bella: Der Mensch wohnt in einem Hause. | Bella: People live in houses. |
| Herr Meister: Richtig. Wohnen alle Menschen in schönen Häusern? | Herr Meister: Correct. Do all people live in fine houses? |
| Bella: Nein, Herr Meister, nicht alle. | Bella: No, Herr Meister, not all of them. |
| Herr Meister: Leider nicht. Manche Menschen sind reich und wohnen in großen Häusern; andere sind arm und wohnen in kleinen Hütten. | Herr Meister: Unfortunately not. Some people are rich and live in large houses; others are poor and live in small cottages. |
| Louis: Herr Meister, wohnen Könige auch in Häusern? | Louis: Herr Meister, do kings live in houses too? |
| Herr Meister: Ja, Louis, aber gewöhnlich wohnen sie in Schlössern. | Herr Meister: Yes, Louis, but they usually live in palaces. |
| Anna: Und die Bauern? | Anna: And farmers? |
| Herr Meister: Die Bauern wohnen gewöhnlich auf dem Lande. | Herr Meister: Farmers usually live in the countryside. |
| Bella: Und wir wohnen in der Stadt. | Bella: And we live in the city. |
| Herr Meister: Ja, Fräulein Bella. Manche Menschen wohnen auf dem Lande, andere in der Stadt. Beide können glücklich sein. | Herr Meister: Yes, Fräulein Bella. Some people live in the countryside, while others live in the city. Both can be happy. |
| Herr Meister: Kinder, wir haben Augen zum Sehen und Ohren zum Hören. Womit riechen wir? | Herr Meister: Children, we have eyes to see with and ears to hear with. What do we use to smell? |
| Anna: Mit der Nase. | Anna: With our nose. |
| Herr Meister: Sehr gut. Und womit schmecken wir? | Herr Meister: Very good. And what do we use to taste? |
| Anna: Mit der Zunge. | Anna: With our tongue. |
| Herr Meister: Richtig. Louis, womit arbeiten wir? | Herr Meister: Correct. Louis, what do we use to work? |
| Louis: Mit den Händen. | Louis: With our hands. |
| Herr Meister: Und womit gehen wir? | Herr Meister: And what do we use to walk? |
| Louis: Mit den Füßen. | Louis: With our feet. |
| Herr Meister: Bella, womit denken wir? | Herr Meister: Bella, what do we use to think? |
| Bella: Mit dem Kopf. | Bella: With our head. |
| Herr Meister: Ganz richtig. Der Kopf ist sehr wichtig. Im Kopf ist das Gehirn, und mit dem Gehirn denken wir. | Herr Meister: Exactly right. The head is very important. Inside the head is the brain, and we think with our brain. |
| Louis: Herr Meister, haben die Tiere auch ein Gehirn? | Louis: Herr Meister, do animals have brains too? |
| Herr Meister: Ja, Louis, auch die Tiere haben ein Gehirn. Aber der Mensch kann besser denken als die Tiere. | Herr Meister: Yes, Louis, animals have brains too. But human beings can think better than animals. |
| Anna: Können die Tiere lernen? | Anna: Can animals learn? |
| Herr Meister: Ja, viele Tiere können etwas lernen. Der Hund kann viel lernen, und auch das Pferd kann vieles lernen. | Herr Meister: Yes, many animals can learn. Dogs can learn a great deal, and horses can learn many things as well. |
| Bella: Aber sie können nicht lesen und schreiben. | Bella: But they can’t read or write. |
| Herr Meister: Nein, Fräulein Bella, das können sie nicht. Lesen und Schreiben lernen nur die Menschen. | Herr Meister: No, Fräulein Bella, they can’t. Only people learn to read and write. |
| Herr Meister: Kinder, lesen ist gut, aber denken ist noch besser. Ein Mensch kann viele Bücher lesen und doch wenig denken. Ein anderer liest nur wenige Bücher, denkt aber viel über das Gelesene nach. Welcher lernt mehr? | Herr Meister: Children, reading is good, but thinking is even better. One person may read many books and still think very little. Another reads only a few books but thinks deeply about what he has read. Which one learns more? |
| Louis: Der zweite, Herr Meister. | Louis: The second one, Herr Meister. |
| Herr Meister: Warum? | Herr Meister: Why? |
| Louis: Weil er über das Gelesene nachdenkt. | Louis: Because he thinks about what he has read. |
| Herr Meister: Ganz richtig. Wissen ist gut, aber Weisheit ist besser. Wissen sammelt Tatsachen; Weisheit weiß, wie man sie gebraucht. | Herr Meister: Exactly right. Knowledge is good, but wisdom is better. Knowledge gathers facts; wisdom knows how to use them. |
| Anna: Kann jeder Mensch weise werden? | Anna: Can everyone become wise? |
| Herr Meister: Jeder kann weiser werden, wenn er aufmerksam beobachtet, fleißig lernt und über das Leben nachdenkt. | Herr Meister: Everyone can become wiser if they observe carefully, study diligently, and reflect on life. |
| Bella: Herr Meister, lernt man auch von der Natur? | Bella: Herr Meister, can we learn from nature too? |
| Herr Meister: Gewiß. Die Natur ist eine große Lehrerin. Wer mit offenen Augen und offenen Ohren durch die Welt geht, lernt jeden Tag etwas Neues. | Herr Meister: Certainly. Nature is a great teacher. Anyone who goes through the world with open eyes and open ears learns something new every day. |
| Louis: Dann ist jeder Tag eine neue Schule. | Louis: Then every day is a new school. |
| Herr Meister: Sehr schön gesagt, Louis. Ja, jeder Tag kann uns etwas lehren, wenn wir lernen wollen. | Herr Meister: Well said, Louis. Yes, every day can teach us something if we’re willing to learn. |
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Herr Meister: Hier ist mein Buch. Mein Buch ist braun.
Dieses Buch hier ist grün; mein Buch ist nicht grün. Bella, ist das
Gras grün?
Bella: Das Gras ist grün.
Herr Meister: Ja, das Gras ist grün. Anna, ist das Gras im Sommer grün?
Anna: Das Gras ist im Sommer grün.
Herr Meister: Ja, das Gras ist im Sommer grün. Louis, ist das Gras im Winter grün?
Louis: Das Gras ist im Winter nicht grün.
Herr Meister: Nein, das Gras ist im Winter nicht grün. Bella, ist die Rose grün?
Bella: O nein, die Rose ist nicht grün.
Herr Meister: Ist die Rose rot?
Bella: Ja, die Rose ist rot.
Herr Meister: Anna, ist der Winter kalt?
Anna: Ja, Herr Meister, der Winter ist kalt.
Herr Meister: Louis, ist der Sommer kalt?
Louis: Nein, Herr Meister, der Sommer ist nicht kalt.
Herr Meister: Ist der Sommer warm?
Louis: Ja, der Sommer ist warm.
Herr Meister: Bella, ist es Sommer im Dezember?
Bella: Nein, im Dezember ist es nicht Sommer.
Herr Meister: Ist es Winter im Dezember?
Bella: Ja, es ist Winter im Dezember.
Herr Meister: Bella, ist der Rosenbusch im Dezember im Garten?
Bella: Ja, Herr Meister, der Rosenbusch ist im Dezember im Garten.
Herr Meister: Ist die Rose im Dezember am Rosenbusch im Garten?
Bella: Nein, Herr Meister, im Dezember ist die Rose nicht am Rosenbusch im Garten.
Herr Meister: Mein Kompliment, Fräulein Bella, Sie sprechen gut deutsch!
Bella: O, Herr Meister!
Herr Meister: Louis, ist dieses Buch englisch?
Louis: Nein, dieses Buch ist nicht englisch.
Herr Meister: Ist dieses Buch deutsch?
Louis: Ja, dieses Buch ist deutsch.
Herr Meister: "Ja," "dieses" "Buch" "ist" "deutsch." — "Ja" ist ein deutsches Wort. Ist "dieses" ein deutsches Wort?
Louis: "Dieses" ist ein deutsches Wort.
Herr Meister: Gut, Louis, gut! "Ja" ist ein deutsches Wort, und "dieses" ist ein deutsches Wort. "Ja" — "dieses", das sind zwei (= 2) deutsche Wörter. Eins (= 1) und eins (= 1) ist zwei (= 2); Anna, ist "Buch" ein deutsches Wort?
Anna: Ja, Herr Meister, "Buch" ist ein deutsches Wort.
Herr Meister: Gut, Anna! Das sind drei (= 3) deutsche Wörter. Zwei (= 2) und eins (= 1) ist drei (= 3). Bella, ist das im Englischen auch so?
Bella: O ja, Herr Meister, das ist im Englischen auch so. Das Wort "ist," Herr Meister, ist englisch und deutsch.
Herr Meister: Im Englischen ist es "i–s," im Deutschen "i–s–t." Das "t" ist nicht im Englischen. — Nun sind es vier (= 4) Wörter. "Ja" — ein deutsches Wort; "dieses" — zwei deutsche Wörter; "Buch" — drei deutsche Wörter; "ist" — vier deutsche Wörter; "deutsch" — fünf (= 5) deutsche Wörter. Hier ist Louis. Louis ist eine Person. Hier ist Anna. Anna ist auch eine Person — das sind zwei Personen; und Bella ist auch eine Person — das sind drei Personen; und hier ist meine Person (= Herrn Meisters Person) — das sind vier Personen.
Herr Meister: Ich (= meine Person) spreche deutsch; ich bin in Deutschland geboren, und ich bin ein Deutscher. Louis, ist General Grant ein Deutscher?
Louis: Nein, General Grant ist nicht ein Deutscher.
Herr Meister: General Grant ist kein (= nicht ein) Deutscher; General Grant ist ein Amerikaner. Karl Schurz ist kein (= nicht ein) Amerikaner; er (= Karl Schurz) ist ein Deutscher. Anna, ist Louis ein Deutscher?
Anna: Nein, Louis ist kein Deutscher; Louis ist nicht in Deutschland geboren.
Herr Meister: Kann Louis deutsch sprechen, Anna?
Anna: Ja, Louis kann deutsch sprechen.
Louis: O nein, ich kann nicht deutsch sprechen.
Herr Meister: O ja, Louis; Sie (= Louis' Person) können (ich kann — Sie können) deutsch sprechen. Sie sagten: "O nein, ich kann nicht deutsch sprechen." — Sind das englische Wörter, Louis?
Louis: Nein, das sind keine englischen Wörter; das sind deutsche Wörter.
Herr Meister: Nun gut; Sie (= Louis' Person) sprechen deutsch. Ist es nicht so, Bella?
Bella: Ja, so ist es.
Herr Meister: Ist das braune Buch englisch?
Anna: Nein, Herr Meister, es ist nicht englisch.
Herr Meister: Ist es spanisch?
Anna: Nein, es ist nicht spanisch.
Herr Meister: Ist es deutsch?
Anna: Ja, es ist deutsch.
Herr Meister: Louis, ist dieses Buch deutsch?
Louis: Ja, es (= das Buch) ist deutsch.
Herr Meister: Ist dieses grüne Buch auch deutsch?
Louis: Ja, Herr Meister; es ist auch deutsch.
Herr Meister: Ist dieses rote Buch spanisch?
Louis: Ja, das rote Buch ist spanisch.
Herr Meister: Ist dieses Buch spanisch?
Louis: Nein, Herr Meister, dieses Buch ist nicht spanisch.
Herr Meister: Bella, sind hier vier (= 4) Bücher?
Bella: Ja, hier sind vier Bücher.
Herr Meister: Sind sie (= die vier Bücher) alle braun?
Bella: Nein, Herr Meister; sie (= die Bücher) sind nicht braun. Ein (= 1) Buch ist braun, ein Buch ist grün, ein Buch ist rot und ein Buch ist .... ist ....
Herr Meister: Ist .... ist .... Ist es (= das Buch) rot?
Bella: Nein, es ist nicht rot.
Herr Meister: Ist es grün?
Bella: Nein, es ist nicht grün.
Herr Meister: Ist es braun?
Bella: Nein, es ist nicht braun.
Herr Meister: Es ist nicht braun, nicht grün, nicht rot. Wie ist das vierte (= 4te) Buch? Bella, ist das Linnen weiß?
Bella: Ja, das Linnen ist weiß.
Herr Meister: Ist das vierte (= 4te) Buch weiß?
Bella: Nein, Herr Meister; das vierte (= 4te) Buch ist nicht weiß.
Herr Meister: Nein, Bella; es ist nicht weiß. — Ist die Orange gelb?
Bella: Ja, die Orange ist gelb.
Herr Meister: Ist dieses vierte (= 4te) Buch gelb?
Bella: Ja, Herr Meister; das vierte Buch ist gelb.
Herr Meister: Ist das Papier in dem gelben Buche weiß?
Bella: Ja, das Papier in dem gelben Buche ist weiß.
Herr Meister: Bella, Sie sagen (= sprechen): "Das Linnen ist weiß." Das ist so. Ist das Linnen an diesem Buche auch weiß?
Bella: Nein, das Linnen an diesem Buche ist nicht weiß.
Herr Meister: Der Buchbinder bindet alle meine Bücher in grünes Linnen. Hier, die Decke an meinem Buche ist von Linnen. Hat das Buch in Ihrer (= Bellas) Hand auch eine Decke von Linnen?
Bella: Nein, Herr Meister; diese Decke ist von .... von ....
Von Leder.
Herr Meister: Ja Louis, von Leder. An Ihrem Schuhe haben Sie auch Leder; aber das Leder an diesem Buche ist feiner. Nicht wahr? (= Ist das nicht so?)
Herr Meister: Was ist das, Louis?
Louis: Das ist Websters Dictionary.
Herr Meister: Louis, sagen (= sprechen) Sie nicht Dictionary. Das Wort Dictionary ist nicht deutsch. Sagen Sie Wörterbuch. Louis, sind mehr als tausend (= 1000) Wörter in Websters Wörterbuch?
Louis: O ja, Herr Meister.
Herr Meister: Sind mehr als viertausend (= 4000) Wörter in Websters Wörterbuch?
Louis: Ja, Herr Meister; es sind mehr als viertausend Wörter in Websters Wörterbuch.
Herr Meister: Ist Websters Wörterbuch dick?
Louis: Ja, Websters Wörterbuch ist dick.
Herr Meister: Ist Ihr (= Louis') grünes Buch so dick, wie Websters Wörterbuch?
Louis: Nein, mein grünes Buch ist nicht so dick, wie Websters Wörterbuch.
Herr Meister: Ist Ihr grünes Buch dicker, als mein rotes Buch?
Louis: Ja, mein grünes Buch ist dicker, als Ihr rotes Buch.
Herr Meister: Gut, Louis. Mein rotes Buch ist dick; Ihr grünes Buch ist dicker, als mein rotes Buch; und Websters Wörterbuch ist das dickste Buch. Bellas Buch ist nicht so dick, wie Ihr Buch, Louis; es (= Bellas Buch) ist dünn.
Dick ist nicht dünn,
Dünn ist nicht dick.
Herr Meister: Ist Annas Buch dünner, als Bellas Buch?
Louis: Nein, Herr Meister, Bellas Buch ist dünner.
Herr Meister: Welches Buch ist das dünnste, das grüne, das rote oder das gelbe?
Bella: Das gelbe Buch ist das dünnste.
Herr Meister: Das ist recht (= gut). Ihr Buch ist dünn; ich kann es (= Ihr Buch) mit zwei (= 2) Fingern halten; Websters Wörterbuch kann ich nicht mit zwei Fingern halten; es (= Websters Wörterbuch) ist zu dick. Louis, können Sie tausend (= 1000) Wörterbücher von Webster mit einer Hand halten?
Louis: O nein, Herr Meister!
Herr Meister: Nein, Louis, nein; Sie können es nicht. Kein (= nicht ein) Mann kann es thun. Bella, ist das ein Finger?
Bella: Ja, das ist ein Finger; und das ist ein Finger, und das ist ein Finger; das sind drei (= 3) Finger; und das ist ein Finger; ich habe vier (= 4) Finger.
Herr Meister: O nein, Bella; Sie haben einen Finger mehr. Sie haben vier (= 4) und einen (= 1). Vier und eins ist fünf (= 5). Sie haben fünf Finger und Louis hat fünf Finger und Anna hat fünf Finger und ich auch (= habe fünf Finger) und Ihr Vater und Ihre Mutter und Ihr Onkel. Alle, alle Menschen (= Personen) haben fünf Finger an einer Hand.
Bella: Das ist nicht so im Englischen.
Herr Meister: Nein, im Englischen sagen (= sprechen) wir nicht so. Im Englischen sagen wir: Ich habe vier Finger und einen Daumen.
Bella: Ist der Daumen ein Finger?
Herr Meister: Ja, die Deutschen sagen: der Daumen ist ein Finger. Der Daumen ist der dickste Finger. Louis, ist dieser Finger der Daumen?
Louis: Nein, Herr Meister, dieser Finger ist nicht der Daumen.
Herr Meister: Ist dieser Finger dick oder dünn?
Louis: Dieser Finger ist dünn.
Herr Meister: Anna, haben Sie einen Ring an dem Daumen?
Anna: Ha, ha, ha! Herr Meister, ich habe keinen (= nicht einen) Ring an dem Daumen.
Herr Meister: Haben Sie einen Ring an dem vierten (= 4ten) Finger?
Anna: Ja, Herr Meister; ich habe einen Ring an dem vierten (= 4ten) Finger.
Herr Meister: Ist Ihr Ring von Silber?
Anna: O, Herr Meister! Ich habe keinen Ring von Silber an meinem Finger!
Herr Meister: Ist er (= der Ring) von Gold?
Anna: Ja, er ist von Gold.
Herr Meister: Ja, Anna, er ist von Gold; und Sie haben eine Perle in dem Ringe. Sie haben auch einen Ring von Gold, Bella; aber Sie haben keine Perle; Sie haben einen Diamanten; und Sie, Louis, haben keinen Diamanten und keine Perle; Sie haben einen grünen Stein. Ich habe auch einen Ring mit einem grünen Steine. Hier ist mein Ring. Sind die Ringe rund, Louis?
Louis: Ja, die Ringe sind rund.
Herr Meister: Ist die Orange auch rund?
Louis: Ja, die Orange ist auch rund.
Herr Meister: Ist der Apfel rund?
Louis: Ja, der Apfel ist rund.
Herr Meister: Ist der Ball auch rund?
Louis: Ja, der Ball ist auch rund.
Herr Meister: Haben Sie einen Ball?
Louis: Ja, Herr Meister, ich habe einen Ball.
Herr Meister: Ist Ihr Ball gelb, wie die Orange?
Louis: Nein, Herr Meister; mein Ball ist nicht gelb, wie die Orange, und er (= der Ball) ist nicht braun, nicht rot und auch nicht weiß, wie das Linnen.
Herr Meister: Ist Ihr Ball wie die Kohle?
Louis: Ja, Herr Meister; er (= der Ball) ist wie die Kohle.
Herr Meister: Ah, ich verstehe. Ihr Ball ist schwarz.
Bella: Ist die Kohle schwarz, Herr Meister?
Herr Meister: Ja, die Kohle ist schwarz.
Herr Meister: Anna, ist Webster ein Amerikaner oder ein Deutscher?
Anna: Webster ist ein Amerikaner.
Herr Meister: Ist sein (= Websters) Wörterbuch deutsch oder englisch?
Anna: Sein (= Websters) Wörterbuch ist englisch und nicht deutsch.
Herr Meister: Anna! Sie sprechen so gut deutsch! Kann Ihr Vater deutsch sprechen?
Anna: Nein, Herr Meister; mein Vater kann nicht deutsch sprechen, und meine Mutter auch nicht.
Herr Meister: Louis, können (= ich kann—Sie können) Ihre Eltern deutsch sprechen?
Louis: Was ist das "Eltern"?
Herr Meister: "Eltern" ist ein Wort für Vater und Mutter.
Louis: Danke, ich verstehe. Meine Mutter kann nicht deutsch sprechen; mein Vater auch nicht; aber er (= der Vater) versteht deutsch.
Herr Meister: Louis, haben Sie nicht einen Bruder?
Louis: Ja, Herr Meister; ich habe einen Bruder hier in New York; er (= der Bruder) studiert im Colleg; er kann deutsch verstehen und sprechen; und ich habe auch einen Bruder in Berlin.
Herr Meister: In Berlin?
Louis: Ja, in Berlin. Mein Bruder Albert ist in Berlin.
Louis: Herr Meister, ich habe hier ..... O, was ist das, Herr Meister?
Herr Meister: Ah, kommen Sie von der Post?
Louis: Ja, Herr Meister.
Herr Meister: Das ist ein Brief!
Louis: Und ich kann den Brief nicht verstehen.
Herr Meister: Nicht? Warum nicht?
Louis: Der Brief ist nicht englisch. Hier ist er (= der Brief), Herr Meister.
Herr Meister: Ah, ich sehe. Der Brief ist deutsch. Er (= der Brief) ist von Ihrem Bruder Albert. Darf ich ihn (= den Brief) laut lesen?
Louis: Ja, Herr Meister. Lesen Sie ihn (= den Brief) laut.
Herr Meister: Der Brief beginnt so:
Berlin, den 6ten (= sechsten) September 1878.
Mein guter Bruder Louis!
Ich sende dir (= Louis) hier einen deutschen Brief. Du verstehst kein Deutsch? O, lerne, mein Bruder, lerne es (= Deutsch); das ist gut für dich (= Louis). Ich muß hier auch viel lernen; o, so viel: Anatomie, Botanik, Chemie, Mathematik, Astronomie und die deutsche Sprache. Hier sprechen alle deutsch. Die Universität hier ist gut. Drei tausend (= 3000) Studenten sind hier aus Deutschland, England, Frankreich, Spanien, Italien; aus Afrika und Asien; Australien und Amerika. Unser Cousin Leo aus Boston ist auch hier. An der Universität sind gute Professoren; und die besten sind: Sanders und Langenbeck, Virchow und Helmholtz.
Oft sehe ich den Kaiser Wilhelm und seinen Sohn Friedrich Wilhelm; das ist der Kronprinz von Deutschland. Der Kaiser ist nicht mehr jung; er ist alt. Sein (= des Kaisers) Haar und sein Bart sind weiß. Den Fürsten Bismarck sehe ich auch oft "Unter den Linden." "Unter den Linden" ist die feinste Straße hier, wie die Fifth Avenue in New York. An dem einen Ende der Linden ist der Palast des Kaisers und das Monument Friedrichs des Großen; an dem andern Ende ist ein Park. Der Name dieses Parks ist "der Tiergarten." O, da (= in dem Tiergarten) ist es schön! Aber im Central–Park in New York ist es noch schöner. Sind die Eltern (= Vater und Mutter) wohl? Ist Schwester Martha wohl und Bruder Otto auch? Adieu, mein guter Louis!
Dein Bruder
Albert.
Hier endet der Brief.
Louis: O, Herr Meister! Ich verstehe den Brief! Ich verstehe Deutsch!
Anna: Und ich auch!
Herr Meister: Und Sie, Fräulein Bella? Sie sind so still, Sie sagen kein Wort. Verstehen Sie den Brief nicht?
Bella: O ja, Herr Meister; aber ich verstehe nicht alle Wörter.
Herr Meister: Mein Fräulein, sagen Sie mir die Wörter, die Sie nicht verstehen. Hier ist der Brief.
Bella: Danke, Herr Meister. Hier ist: Berlin, den sechsten September, ein tausend acht hundert und ....
Herr Meister: Achtundsiebzig.
Bella: Achtundsiebzig. Ich verstehe acht. Was ist siebzig?
Herr Meister: Verstehen Sie das Wort siebzig, Louis?
Louis: Nein, das Wort verstehe ich nicht.
Anna: Ich auch nicht.
Herr Meister: Siebzig ist: zehn und zehn und zehn und zehn und zehn und zehn und zehn. — Das ist sieben (= 7) mal (= ×) zehn (= 10); und sieben mal (= ×) zehn ist siebzig (= 7 × 10 = 70).
Louis: Ich verstehe nun das Wort siebzig.
Herr Meister: Berlin ist ein Name; September ist ein Monat; achtzehn hundert achtundsiebzig ist das Jahr.
Herr Meister: Louis, was wollen Sie sagen?
Louis: Was ist zehn (= 10) und eins (= 1)?
Herr Meister: Zehn und eins ist elf (= 11). Zehn und zwei ist zwölf (= 12). Zwölf ist ein Dutzend. Sechs (= 6) ist ein halbes (= ½) Dutzend; drei ist ein viertel (= ¼) Dutzend; vier ist ein drittel (= 1⁄3) Dutzend. Zehn und drei ist dreizehn (= 13).
Anna: Die Mutter von meiner Mutter ....
Herr Meister: Die Mutter von meiner Mutter! Das ist meine Großmutter, Fräulein Anna.
Anna: Danke, Herr Meister. Meine Großmutter sagt: "Anna! Anna! Dreizehn Personen im Hause,—o, das ist nicht gut! nein! nein! nein!"
Alle (lachen): Ha, ha, ha!....
Herr Meister: Sie lachen! Denken Sie nicht so?
Louis: O, nein. Dreizehn ist so gut wie zwölf, wie elf und wie zehn. Herr Meister, wie viel ist zehn und vier?
Herr Meister: Das ist vierzehn (= 14).
Louis: Und zehn und fünf?
Herr Meister: Zehn und fünf ist fünfzehn (= 15).
Louis: Und zehn und sechs (= 6)?
Herr Meister: Das ist sechzehn (= 16). Nach sechzehn (= 16) kommt siebzehn (= 17); nach siebzehn (= 17) kommt achtzehn; dann neunzehn (= 19) und dann zwanzig (= 20).
Louis: Was ist zwanzig (= 20) und zehn?
Herr Meister: Zwanzig und zehn ist dreißig (= 30). Dreißig und zehn ist vierzig (= 40). Vierzig und zehn ist fünfzig (= 50). Fünfzig ist ein halb hundert. Fünfzig und zehn ist sechzig (= 60). Sechzig und zehn ist siebzig (= 70). Siebzig und zehn ist achtzig (= 80). Achtzig und zehn ist neunzig (= 90). Neunzig und zehn ist hundert (= 100). Zehn mal hundert ist tausend (= 1000). Zehn mal tausend ist zehntausend (= 10,000). Zehn mal zehntausend ist hunderttausend (= 100,000). Zehn mal hunderttausend ist eine Million (1,000,000).
Anna: O, das ist schön (= gut)! Nun kann ich addieren und multiplizieren mit deutschen Zahlen.
Bella: In dem Briefe ist noch ein anderes Wort, das ich nicht verstehen kann: Fürst Bismarck.—Bismarck ist der Name; das verstehe ich; was ist Fürst?
Herr Meister: Das Wort ist ein Titel. Baron ist auch ein Titel.
Bella: Das verstehe ich.
Herr Meister: Verstehen Sie alles?
Bella: Ja, ich verstehe alles, Herr Meister.
Louis: Und ich auch.
Anna: Und ich auch.
Herr Meister: Das ist gut. Hier ist Ihr Brief, Louis.
Louis: Danke.
Anna: Das Papier ist so fein. Ist alles Papier in Deutschland so fein, Herr Meister?
Herr Meister: Fräulein Anna, das Papier in Deutschland ist wie das Papier in Amerika. Man (= die Personen) hat dünnes Papier und dickes; feines Papier und grobes.
Anna: Grobes Papier?
Herr Meister: Ja;
grob ist nicht fein, fein ist nicht grob;
dick ist nicht dünn, dünn ist nicht dick;
kalt ist nicht warm, warm ist nicht kalt;
lang ist nicht kurz, kurz ist nicht lang;
weise ist nicht dumm, dumm ist nicht weise.
Können Sie das verstehen, Anna?
Anna: Ja, Herr Meister, das kann ich gut verstehen.
Herr Meister: Ist das Papier an diesem Buche grob?
Anna: Nein, es (= das Papier) ist nicht grob, es ist fein.
Louis: Herr Meister, was für ein Buch haben Sie in der Hand?
Herr Meister: Welches Buch, Louis? Ich habe zwei (= 2) Bücher; eins (= 1 Buch) habe ich in der einen Hand und eins in der andern Hand. Die eine Hand ist meine rechte Hand; mit der rechten Hand schreibe ich. Ihr Bruder Albert hat den Brief mit der rechten Hand geschrieben (ich schreibe, ich schrieb, ich habe geschrieben) und nicht mit der linken Hand. Können Sie mit der linken Hand schreiben, Louis?
Louis: Nein, ich kann nicht mit der linken Hand schreiben. Ich spreche von dem Buche in Ihrer (= Herrn Meisters) rechten Hand, Herr Meister.
Herr Meister: Das Buch in meiner rechten Hand ist von Goethe.
Anna: Goethe? Das ist ein deutscher Poet. Nicht wahr, (= ist es nicht so,) Herr Meister?
Herr Meister: Gewiß, (= so ist es,) Fräulein Anna; Goethe ist ein deutscher Dichter (= Poet).
Herr Meister: Was für ein Buch ist dieses hier in meiner linken Hand? Ah, es ist ein altes, altes Buch, und es ist ein gutes Buch.
Anna: Ah, ich sehe. Das ist die ..... die .....
Herr Meister: Die Bibel.
Anna: Ja, die Bibel.
Louis: Das ist eine deutsche Bibel.
Herr Meister: Hier ist die erste (= 1te) Seite.
Bella: O, das kann ich lesen! "Im Beginne machte Gott den Himmel und die Erde." Verstehen Sie das, Louis?
Louis: Ja, Fräulein Bella.
Louis: Herr Meister!
Herr Meister: Herr Louis?
Louis: Ich kann meines Bruders Brief nicht lesen.
Herr Meister: Nicht?
Louis: Nein. Die Konsonants und .....
Herr Meister: Sagen Sie nicht Konsonants. Sagen Sie: Konsonanten. Konsonants ist englisch.
Louis: Die Konsonanten und die ..... die ..... die .....
Bella: Was ist das, Louis? "Und die ..... die ..... die ....."
Herr Meister: Was wollen (= ich will, Sie wollen) Sie sagen, Louis?
Louis: Was ist das A, E, O, U?
Herr Meister: A, E, O, U sind Vokale.
Louis: Danke, Herr Meister. Ich will sagen: Diese Konsonanten und Vokale in Alberts Brief sind deutsch, und ich verstehe die deutschen Konsonanten und Vokale nicht.
Herr Meister: Für "Konsonanten" und "Vokale" können Sie besser (gut, besser, best) sagen: "Buchstaben." Sagen Sie: Ich verstehe die deutschen Buchstaben nicht.
Louis: Herr Meister, o, schreiben Sie die deutschen Buchstaben auf dieses Papier.
Herr Meister: Das will ich thun.
Louis: Hier ist das Papier.
Herr Meister: Danke. — Ich schreibe die englischen Buchstaben dabei. — So:
Können Sie gut sehen, Fräulein Bella?
Bella: Danke, Herr Meister; ich kann alles gut sehen. —
Bella: Das L, das M, das N und das O schreibe ich auch im Englischen so.
Herr Meister (schreibt):
Nun muß ich noch schreiben:
Louis: Sind das die deutschen Buchstaben alle?
Herr Meister: Nein; das sind die großen Buchstaben.
Louis: Und die anderen?
Herr Meister: Das sind die kleinen Buchstaben.
Bella: Wollen Sie die kleinen Buchstaben auch schreiben, Herr Meister?
Herr Meister: Gewiß (= o ja), mein Fräulein! Hier:
Louis: Diese kleinen Buchstaben kann ich auch schreiben.
[Herr Meister schreibt:]
Anna: Diese Buchstaben sind wie die englischen.
Bella: Die englischen sind rund; die deutschen nicht.
[Herr Meister schreibt:]
Anna: Herr Meister, ich kann das A, B, C von Mozart singen. Hören Sie!
Louis: Mit diesen Buchstaben schreibt man Briefe, aber nicht Bücher.
Herr Meister: Mein guter Louis! Man schreibt nicht Bücher; der Autor schreibt das Manuskript; aber Bücher druckt man. Die Bibel kommt aus der Presse, nicht wahr? (= ist es nicht so?)
Louis: Ja wohl, Herr Meister.
Herr Meister: Man druckt die Bibel in der Presse.
Anna: Und Goethes Werke auch.
Bella: Und Lord Byrons Werke auch.
Herr Meister: Und der Mann, der das Buch druckt, ist der Buchdrucker.
Anna: War nicht Benjamin Franklin ein Buchdrucker?
Herr Meister: Recht so (= ja), mein Fräulein.
Bella: Horace Greeley war auch ein Buchdrucker.
Louis: Horace Greeley?
Bella: Ja, als er jung war.
Herr Meister: Wer war der Erfinder der Presse?
Anna: Erfinder?
Herr Meister: Ah, Sie verstehen das Wort "Erfinder" nicht. Edison ist der Erfinder des Telephon. Singer ist auch ein Erfinder; Morse auch.
Louis: Ich verstehe. War ein Amerikaner der Erfinder der Presse?
Herr Meister: Nein, mein Freund.
Louis: Nein? Nein?
Herr Meister: Nein. Bevor Christoph Columbus, der Entdecker Amerikas, geboren war, druckte man schon eine Bibel.
Louis: Wer hat die erste Bibel gedruckt?
Herr Meister: Johannes Guttenberg.
Anna: Wo war Johannes Guttenberg geboren?
Herr Meister: In Mainz.
Bella: Ist Mainz nicht eine Stadt in Deutschland?
Herr Meister: Ja wohl, mein Fräulein.
Bella: Die Stadt Mainz ist bei Frankfurt am Main; nicht wahr?
Herr Meister: So ist es, mein Fräulein; Frankfurt ist eine alte, alte Stadt. Goethe ist hier geboren.
Bella: Mein Onkel Charles sah Goethes Geburtshaus.
Louis: Herr Meister, ich kann Alles verstehen. Sie sagen Geburtshaus, das ist das Haus, in dem Goethe geboren ist! O, ich lerne Deutsch so gut, wie mein Bruder Albert!
Herr Meister: Gewiß, gewiß (= ja, ja). Nun muß ich Ihnen Adieu sagen. Adieu, meine Damen!
Alle: Adieu, Herr Meister.
[Herr Meister geht.]
Herr Meister: Ja, das Gras ist grün. Anna, ist das Gras im Sommer grün?
Anna: Das Gras ist im Sommer grün.
Herr Meister: Ja, das Gras ist im Sommer grün. Louis, ist das Gras im Winter grün?
Louis: Das Gras ist im Winter nicht grün.
Herr Meister: Nein, das Gras ist im Winter nicht grün. Bella, ist die Rose grün?
Bella: O nein, die Rose ist nicht grün.
Herr Meister: Ist die Rose rot?
Bella: Ja, die Rose ist rot.
Herr Meister: Anna, ist der Winter kalt?
Anna: Ja, Herr Meister, der Winter ist kalt.
Herr Meister: Louis, ist der Sommer kalt?
Louis: Nein, Herr Meister, der Sommer ist nicht kalt.
Herr Meister: Ist der Sommer warm?
Louis: Ja, der Sommer ist warm.
Herr Meister: Bella, ist es Sommer im Dezember?
Bella: Nein, im Dezember ist es nicht Sommer.
Herr Meister: Ist es Winter im Dezember?
Bella: Ja, es ist Winter im Dezember.
Herr Meister: Bella, ist der Rosenbusch im Dezember im Garten?
Bella: Ja, Herr Meister, der Rosenbusch ist im Dezember im Garten.
Herr Meister: Ist die Rose im Dezember am Rosenbusch im Garten?
Bella: Nein, Herr Meister, im Dezember ist die Rose nicht am Rosenbusch im Garten.
Herr Meister: Mein Kompliment, Fräulein Bella, Sie sprechen gut deutsch!
Bella: O, Herr Meister!
Herr Meister: Louis, ist dieses Buch englisch?
Louis: Nein, dieses Buch ist nicht englisch.
Herr Meister: Ist dieses Buch deutsch?
Louis: Ja, dieses Buch ist deutsch.
Herr Meister: "Ja," "dieses" "Buch" "ist" "deutsch." — "Ja" ist ein deutsches Wort. Ist "dieses" ein deutsches Wort?
Louis: "Dieses" ist ein deutsches Wort.
Herr Meister: Gut, Louis, gut! "Ja" ist ein deutsches Wort, und "dieses" ist ein deutsches Wort. "Ja" — "dieses", das sind zwei (= 2) deutsche Wörter. Eins (= 1) und eins (= 1) ist zwei (= 2); Anna, ist "Buch" ein deutsches Wort?
Anna: Ja, Herr Meister, "Buch" ist ein deutsches Wort.
Herr Meister: Gut, Anna! Das sind drei (= 3) deutsche Wörter. Zwei (= 2) und eins (= 1) ist drei (= 3). Bella, ist das im Englischen auch so?
Bella: O ja, Herr Meister, das ist im Englischen auch so. Das Wort "ist," Herr Meister, ist englisch und deutsch.
Herr Meister: Im Englischen ist es "i–s," im Deutschen "i–s–t." Das "t" ist nicht im Englischen. — Nun sind es vier (= 4) Wörter. "Ja" — ein deutsches Wort; "dieses" — zwei deutsche Wörter; "Buch" — drei deutsche Wörter; "ist" — vier deutsche Wörter; "deutsch" — fünf (= 5) deutsche Wörter. Hier ist Louis. Louis ist eine Person. Hier ist Anna. Anna ist auch eine Person — das sind zwei Personen; und Bella ist auch eine Person — das sind drei Personen; und hier ist meine Person (= Herrn Meisters Person) — das sind vier Personen.
Herr Meister: Ich (= meine Person) spreche deutsch; ich bin in Deutschland geboren, und ich bin ein Deutscher. Louis, ist General Grant ein Deutscher?
Louis: Nein, General Grant ist nicht ein Deutscher.
Herr Meister: General Grant ist kein (= nicht ein) Deutscher; General Grant ist ein Amerikaner. Karl Schurz ist kein (= nicht ein) Amerikaner; er (= Karl Schurz) ist ein Deutscher. Anna, ist Louis ein Deutscher?
Anna: Nein, Louis ist kein Deutscher; Louis ist nicht in Deutschland geboren.
Herr Meister: Kann Louis deutsch sprechen, Anna?
Anna: Ja, Louis kann deutsch sprechen.
Louis: O nein, ich kann nicht deutsch sprechen.
Herr Meister: O ja, Louis; Sie (= Louis' Person) können (ich kann — Sie können) deutsch sprechen. Sie sagten: "O nein, ich kann nicht deutsch sprechen." — Sind das englische Wörter, Louis?
Louis: Nein, das sind keine englischen Wörter; das sind deutsche Wörter.
Herr Meister: Nun gut; Sie (= Louis' Person) sprechen deutsch. Ist es nicht so, Bella?
Bella: Ja, so ist es.
Herr Meister: Ist das braune Buch englisch?
Anna: Nein, Herr Meister, es ist nicht englisch.
Herr Meister: Ist es spanisch?
Anna: Nein, es ist nicht spanisch.
Herr Meister: Ist es deutsch?
Anna: Ja, es ist deutsch.
Herr Meister: Louis, ist dieses Buch deutsch?
Louis: Ja, es (= das Buch) ist deutsch.
Herr Meister: Ist dieses grüne Buch auch deutsch?
Louis: Ja, Herr Meister; es ist auch deutsch.
Herr Meister: Ist dieses rote Buch spanisch?
Louis: Ja, das rote Buch ist spanisch.
Herr Meister: Ist dieses Buch spanisch?
Louis: Nein, Herr Meister, dieses Buch ist nicht spanisch.
Herr Meister: Bella, sind hier vier (= 4) Bücher?
Bella: Ja, hier sind vier Bücher.
Herr Meister: Sind sie (= die vier Bücher) alle braun?
Bella: Nein, Herr Meister; sie (= die Bücher) sind nicht braun. Ein (= 1) Buch ist braun, ein Buch ist grün, ein Buch ist rot und ein Buch ist .... ist ....
Herr Meister: Ist .... ist .... Ist es (= das Buch) rot?
Bella: Nein, es ist nicht rot.
Herr Meister: Ist es grün?
Bella: Nein, es ist nicht grün.
Herr Meister: Ist es braun?
Bella: Nein, es ist nicht braun.
Herr Meister: Es ist nicht braun, nicht grün, nicht rot. Wie ist das vierte (= 4te) Buch? Bella, ist das Linnen weiß?
Bella: Ja, das Linnen ist weiß.
Herr Meister: Ist das vierte (= 4te) Buch weiß?
Bella: Nein, Herr Meister; das vierte (= 4te) Buch ist nicht weiß.
Herr Meister: Nein, Bella; es ist nicht weiß. — Ist die Orange gelb?
Bella: Ja, die Orange ist gelb.
Herr Meister: Ist dieses vierte (= 4te) Buch gelb?
Bella: Ja, Herr Meister; das vierte Buch ist gelb.
Herr Meister: Ist das Papier in dem gelben Buche weiß?
Bella: Ja, das Papier in dem gelben Buche ist weiß.
Herr Meister: Bella, Sie sagen (= sprechen): "Das Linnen ist weiß." Das ist so. Ist das Linnen an diesem Buche auch weiß?
Bella: Nein, das Linnen an diesem Buche ist nicht weiß.
Herr Meister: Der Buchbinder bindet alle meine Bücher in grünes Linnen. Hier, die Decke an meinem Buche ist von Linnen. Hat das Buch in Ihrer (= Bellas) Hand auch eine Decke von Linnen?
Bella: Nein, Herr Meister; diese Decke ist von .... von ....
Von Leder.
Herr Meister: Ja Louis, von Leder. An Ihrem Schuhe haben Sie auch Leder; aber das Leder an diesem Buche ist feiner. Nicht wahr? (= Ist das nicht so?)
Herr Meister: Was ist das, Louis?
Louis: Das ist Websters Dictionary.
Herr Meister: Louis, sagen (= sprechen) Sie nicht Dictionary. Das Wort Dictionary ist nicht deutsch. Sagen Sie Wörterbuch. Louis, sind mehr als tausend (= 1000) Wörter in Websters Wörterbuch?
Louis: O ja, Herr Meister.
Herr Meister: Sind mehr als viertausend (= 4000) Wörter in Websters Wörterbuch?
Louis: Ja, Herr Meister; es sind mehr als viertausend Wörter in Websters Wörterbuch.
Herr Meister: Ist Websters Wörterbuch dick?
Louis: Ja, Websters Wörterbuch ist dick.
Herr Meister: Ist Ihr (= Louis') grünes Buch so dick, wie Websters Wörterbuch?
Louis: Nein, mein grünes Buch ist nicht so dick, wie Websters Wörterbuch.
Herr Meister: Ist Ihr grünes Buch dicker, als mein rotes Buch?
Louis: Ja, mein grünes Buch ist dicker, als Ihr rotes Buch.
Herr Meister: Gut, Louis. Mein rotes Buch ist dick; Ihr grünes Buch ist dicker, als mein rotes Buch; und Websters Wörterbuch ist das dickste Buch. Bellas Buch ist nicht so dick, wie Ihr Buch, Louis; es (= Bellas Buch) ist dünn.
Dick ist nicht dünn,
Dünn ist nicht dick.
Herr Meister: Ist Annas Buch dünner, als Bellas Buch?
Louis: Nein, Herr Meister, Bellas Buch ist dünner.
Herr Meister: Welches Buch ist das dünnste, das grüne, das rote oder das gelbe?
Bella: Das gelbe Buch ist das dünnste.
Herr Meister: Das ist recht (= gut). Ihr Buch ist dünn; ich kann es (= Ihr Buch) mit zwei (= 2) Fingern halten; Websters Wörterbuch kann ich nicht mit zwei Fingern halten; es (= Websters Wörterbuch) ist zu dick. Louis, können Sie tausend (= 1000) Wörterbücher von Webster mit einer Hand halten?
Louis: O nein, Herr Meister!
Herr Meister: Nein, Louis, nein; Sie können es nicht. Kein (= nicht ein) Mann kann es thun. Bella, ist das ein Finger?
Bella: Ja, das ist ein Finger; und das ist ein Finger, und das ist ein Finger; das sind drei (= 3) Finger; und das ist ein Finger; ich habe vier (= 4) Finger.
Herr Meister: O nein, Bella; Sie haben einen Finger mehr. Sie haben vier (= 4) und einen (= 1). Vier und eins ist fünf (= 5). Sie haben fünf Finger und Louis hat fünf Finger und Anna hat fünf Finger und ich auch (= habe fünf Finger) und Ihr Vater und Ihre Mutter und Ihr Onkel. Alle, alle Menschen (= Personen) haben fünf Finger an einer Hand.
Bella: Das ist nicht so im Englischen.
Herr Meister: Nein, im Englischen sagen (= sprechen) wir nicht so. Im Englischen sagen wir: Ich habe vier Finger und einen Daumen.
Bella: Ist der Daumen ein Finger?
Herr Meister: Ja, die Deutschen sagen: der Daumen ist ein Finger. Der Daumen ist der dickste Finger. Louis, ist dieser Finger der Daumen?
Louis: Nein, Herr Meister, dieser Finger ist nicht der Daumen.
Herr Meister: Ist dieser Finger dick oder dünn?
Louis: Dieser Finger ist dünn.
Herr Meister: Anna, haben Sie einen Ring an dem Daumen?
Anna: Ha, ha, ha! Herr Meister, ich habe keinen (= nicht einen) Ring an dem Daumen.
Herr Meister: Haben Sie einen Ring an dem vierten (= 4ten) Finger?
Anna: Ja, Herr Meister; ich habe einen Ring an dem vierten (= 4ten) Finger.
Herr Meister: Ist Ihr Ring von Silber?
Anna: O, Herr Meister! Ich habe keinen Ring von Silber an meinem Finger!
Herr Meister: Ist er (= der Ring) von Gold?
Anna: Ja, er ist von Gold.
Herr Meister: Ja, Anna, er ist von Gold; und Sie haben eine Perle in dem Ringe. Sie haben auch einen Ring von Gold, Bella; aber Sie haben keine Perle; Sie haben einen Diamanten; und Sie, Louis, haben keinen Diamanten und keine Perle; Sie haben einen grünen Stein. Ich habe auch einen Ring mit einem grünen Steine. Hier ist mein Ring. Sind die Ringe rund, Louis?
Louis: Ja, die Ringe sind rund.
Herr Meister: Ist die Orange auch rund?
Louis: Ja, die Orange ist auch rund.
Herr Meister: Ist der Apfel rund?
Louis: Ja, der Apfel ist rund.
Herr Meister: Ist der Ball auch rund?
Louis: Ja, der Ball ist auch rund.
Herr Meister: Haben Sie einen Ball?
Louis: Ja, Herr Meister, ich habe einen Ball.
Herr Meister: Ist Ihr Ball gelb, wie die Orange?
Louis: Nein, Herr Meister; mein Ball ist nicht gelb, wie die Orange, und er (= der Ball) ist nicht braun, nicht rot und auch nicht weiß, wie das Linnen.
Herr Meister: Ist Ihr Ball wie die Kohle?
Louis: Ja, Herr Meister; er (= der Ball) ist wie die Kohle.
Herr Meister: Ah, ich verstehe. Ihr Ball ist schwarz.
Bella: Ist die Kohle schwarz, Herr Meister?
Herr Meister: Ja, die Kohle ist schwarz.
Herr Meister: Anna, ist Webster ein Amerikaner oder ein Deutscher?
Anna: Webster ist ein Amerikaner.
Herr Meister: Ist sein (= Websters) Wörterbuch deutsch oder englisch?
Anna: Sein (= Websters) Wörterbuch ist englisch und nicht deutsch.
Herr Meister: Anna! Sie sprechen so gut deutsch! Kann Ihr Vater deutsch sprechen?
Anna: Nein, Herr Meister; mein Vater kann nicht deutsch sprechen, und meine Mutter auch nicht.
Herr Meister: Louis, können (= ich kann—Sie können) Ihre Eltern deutsch sprechen?
Louis: Was ist das "Eltern"?
Herr Meister: "Eltern" ist ein Wort für Vater und Mutter.
Louis: Danke, ich verstehe. Meine Mutter kann nicht deutsch sprechen; mein Vater auch nicht; aber er (= der Vater) versteht deutsch.
Herr Meister: Louis, haben Sie nicht einen Bruder?
Louis: Ja, Herr Meister; ich habe einen Bruder hier in New York; er (= der Bruder) studiert im Colleg; er kann deutsch verstehen und sprechen; und ich habe auch einen Bruder in Berlin.
Herr Meister: In Berlin?
Louis: Ja, in Berlin. Mein Bruder Albert ist in Berlin.
Louis: Herr Meister, ich habe hier ..... O, was ist das, Herr Meister?
Herr Meister: Ah, kommen Sie von der Post?
Louis: Ja, Herr Meister.
Herr Meister: Das ist ein Brief!
Louis: Und ich kann den Brief nicht verstehen.
Herr Meister: Nicht? Warum nicht?
Louis: Der Brief ist nicht englisch. Hier ist er (= der Brief), Herr Meister.
Herr Meister: Ah, ich sehe. Der Brief ist deutsch. Er (= der Brief) ist von Ihrem Bruder Albert. Darf ich ihn (= den Brief) laut lesen?
Louis: Ja, Herr Meister. Lesen Sie ihn (= den Brief) laut.
Herr Meister: Der Brief beginnt so:
Berlin, den 6ten (= sechsten) September 1878.
Mein guter Bruder Louis!
Ich sende dir (= Louis) hier einen deutschen Brief. Du verstehst kein Deutsch? O, lerne, mein Bruder, lerne es (= Deutsch); das ist gut für dich (= Louis). Ich muß hier auch viel lernen; o, so viel: Anatomie, Botanik, Chemie, Mathematik, Astronomie und die deutsche Sprache. Hier sprechen alle deutsch. Die Universität hier ist gut. Drei tausend (= 3000) Studenten sind hier aus Deutschland, England, Frankreich, Spanien, Italien; aus Afrika und Asien; Australien und Amerika. Unser Cousin Leo aus Boston ist auch hier. An der Universität sind gute Professoren; und die besten sind: Sanders und Langenbeck, Virchow und Helmholtz.
Oft sehe ich den Kaiser Wilhelm und seinen Sohn Friedrich Wilhelm; das ist der Kronprinz von Deutschland. Der Kaiser ist nicht mehr jung; er ist alt. Sein (= des Kaisers) Haar und sein Bart sind weiß. Den Fürsten Bismarck sehe ich auch oft "Unter den Linden." "Unter den Linden" ist die feinste Straße hier, wie die Fifth Avenue in New York. An dem einen Ende der Linden ist der Palast des Kaisers und das Monument Friedrichs des Großen; an dem andern Ende ist ein Park. Der Name dieses Parks ist "der Tiergarten." O, da (= in dem Tiergarten) ist es schön! Aber im Central–Park in New York ist es noch schöner. Sind die Eltern (= Vater und Mutter) wohl? Ist Schwester Martha wohl und Bruder Otto auch? Adieu, mein guter Louis!
Dein Bruder
Albert.
Hier endet der Brief.
Louis: O, Herr Meister! Ich verstehe den Brief! Ich verstehe Deutsch!
Anna: Und ich auch!
Herr Meister: Und Sie, Fräulein Bella? Sie sind so still, Sie sagen kein Wort. Verstehen Sie den Brief nicht?
Bella: O ja, Herr Meister; aber ich verstehe nicht alle Wörter.
Herr Meister: Mein Fräulein, sagen Sie mir die Wörter, die Sie nicht verstehen. Hier ist der Brief.
Bella: Danke, Herr Meister. Hier ist: Berlin, den sechsten September, ein tausend acht hundert und ....
Herr Meister: Achtundsiebzig.
Bella: Achtundsiebzig. Ich verstehe acht. Was ist siebzig?
Herr Meister: Verstehen Sie das Wort siebzig, Louis?
Louis: Nein, das Wort verstehe ich nicht.
Anna: Ich auch nicht.
Herr Meister: Siebzig ist: zehn und zehn und zehn und zehn und zehn und zehn und zehn. — Das ist sieben (= 7) mal (= ×) zehn (= 10); und sieben mal (= ×) zehn ist siebzig (= 7 × 10 = 70).
Louis: Ich verstehe nun das Wort siebzig.
Herr Meister: Berlin ist ein Name; September ist ein Monat; achtzehn hundert achtundsiebzig ist das Jahr.
Herr Meister: Louis, was wollen Sie sagen?
Louis: Was ist zehn (= 10) und eins (= 1)?
Herr Meister: Zehn und eins ist elf (= 11). Zehn und zwei ist zwölf (= 12). Zwölf ist ein Dutzend. Sechs (= 6) ist ein halbes (= ½) Dutzend; drei ist ein viertel (= ¼) Dutzend; vier ist ein drittel (= 1⁄3) Dutzend. Zehn und drei ist dreizehn (= 13).
Anna: Die Mutter von meiner Mutter ....
Herr Meister: Die Mutter von meiner Mutter! Das ist meine Großmutter, Fräulein Anna.
Anna: Danke, Herr Meister. Meine Großmutter sagt: "Anna! Anna! Dreizehn Personen im Hause,—o, das ist nicht gut! nein! nein! nein!"
Alle (lachen): Ha, ha, ha!....
Herr Meister: Sie lachen! Denken Sie nicht so?
Louis: O, nein. Dreizehn ist so gut wie zwölf, wie elf und wie zehn. Herr Meister, wie viel ist zehn und vier?
Herr Meister: Das ist vierzehn (= 14).
Louis: Und zehn und fünf?
Herr Meister: Zehn und fünf ist fünfzehn (= 15).
Louis: Und zehn und sechs (= 6)?
Herr Meister: Das ist sechzehn (= 16). Nach sechzehn (= 16) kommt siebzehn (= 17); nach siebzehn (= 17) kommt achtzehn; dann neunzehn (= 19) und dann zwanzig (= 20).
Louis: Was ist zwanzig (= 20) und zehn?
Herr Meister: Zwanzig und zehn ist dreißig (= 30). Dreißig und zehn ist vierzig (= 40). Vierzig und zehn ist fünfzig (= 50). Fünfzig ist ein halb hundert. Fünfzig und zehn ist sechzig (= 60). Sechzig und zehn ist siebzig (= 70). Siebzig und zehn ist achtzig (= 80). Achtzig und zehn ist neunzig (= 90). Neunzig und zehn ist hundert (= 100). Zehn mal hundert ist tausend (= 1000). Zehn mal tausend ist zehntausend (= 10,000). Zehn mal zehntausend ist hunderttausend (= 100,000). Zehn mal hunderttausend ist eine Million (1,000,000).
Anna: O, das ist schön (= gut)! Nun kann ich addieren und multiplizieren mit deutschen Zahlen.
Bella: In dem Briefe ist noch ein anderes Wort, das ich nicht verstehen kann: Fürst Bismarck.—Bismarck ist der Name; das verstehe ich; was ist Fürst?
Herr Meister: Das Wort ist ein Titel. Baron ist auch ein Titel.
Bella: Das verstehe ich.
Herr Meister: Verstehen Sie alles?
Bella: Ja, ich verstehe alles, Herr Meister.
Louis: Und ich auch.
Anna: Und ich auch.
Herr Meister: Das ist gut. Hier ist Ihr Brief, Louis.
Louis: Danke.
Anna: Das Papier ist so fein. Ist alles Papier in Deutschland so fein, Herr Meister?
Herr Meister: Fräulein Anna, das Papier in Deutschland ist wie das Papier in Amerika. Man (= die Personen) hat dünnes Papier und dickes; feines Papier und grobes.
Anna: Grobes Papier?
Herr Meister: Ja;
grob ist nicht fein, fein ist nicht grob;
dick ist nicht dünn, dünn ist nicht dick;
kalt ist nicht warm, warm ist nicht kalt;
lang ist nicht kurz, kurz ist nicht lang;
weise ist nicht dumm, dumm ist nicht weise.
Können Sie das verstehen, Anna?
Anna: Ja, Herr Meister, das kann ich gut verstehen.
Herr Meister: Ist das Papier an diesem Buche grob?
Anna: Nein, es (= das Papier) ist nicht grob, es ist fein.
Louis: Herr Meister, was für ein Buch haben Sie in der Hand?
Herr Meister: Welches Buch, Louis? Ich habe zwei (= 2) Bücher; eins (= 1 Buch) habe ich in der einen Hand und eins in der andern Hand. Die eine Hand ist meine rechte Hand; mit der rechten Hand schreibe ich. Ihr Bruder Albert hat den Brief mit der rechten Hand geschrieben (ich schreibe, ich schrieb, ich habe geschrieben) und nicht mit der linken Hand. Können Sie mit der linken Hand schreiben, Louis?
Louis: Nein, ich kann nicht mit der linken Hand schreiben. Ich spreche von dem Buche in Ihrer (= Herrn Meisters) rechten Hand, Herr Meister.
Herr Meister: Das Buch in meiner rechten Hand ist von Goethe.
Anna: Goethe? Das ist ein deutscher Poet. Nicht wahr, (= ist es nicht so,) Herr Meister?
Herr Meister: Gewiß, (= so ist es,) Fräulein Anna; Goethe ist ein deutscher Dichter (= Poet).
Herr Meister: Was für ein Buch ist dieses hier in meiner linken Hand? Ah, es ist ein altes, altes Buch, und es ist ein gutes Buch.
Anna: Ah, ich sehe. Das ist die ..... die .....
Herr Meister: Die Bibel.
Anna: Ja, die Bibel.
Louis: Das ist eine deutsche Bibel.
Herr Meister: Hier ist die erste (= 1te) Seite.
Bella: O, das kann ich lesen! "Im Beginne machte Gott den Himmel und die Erde." Verstehen Sie das, Louis?
Louis: Ja, Fräulein Bella.
Louis: Herr Meister!
Herr Meister: Herr Louis?
Louis: Ich kann meines Bruders Brief nicht lesen.
Herr Meister: Nicht?
Louis: Nein. Die Konsonants und .....
Herr Meister: Sagen Sie nicht Konsonants. Sagen Sie: Konsonanten. Konsonants ist englisch.
Louis: Die Konsonanten und die ..... die ..... die .....
Bella: Was ist das, Louis? "Und die ..... die ..... die ....."
Herr Meister: Was wollen (= ich will, Sie wollen) Sie sagen, Louis?
Louis: Was ist das A, E, O, U?
Herr Meister: A, E, O, U sind Vokale.
Louis: Danke, Herr Meister. Ich will sagen: Diese Konsonanten und Vokale in Alberts Brief sind deutsch, und ich verstehe die deutschen Konsonanten und Vokale nicht.
Herr Meister: Für "Konsonanten" und "Vokale" können Sie besser (gut, besser, best) sagen: "Buchstaben." Sagen Sie: Ich verstehe die deutschen Buchstaben nicht.
Louis: Herr Meister, o, schreiben Sie die deutschen Buchstaben auf dieses Papier.
Herr Meister: Das will ich thun.
Louis: Hier ist das Papier.
Herr Meister: Danke. — Ich schreibe die englischen Buchstaben dabei. — So:
Können Sie gut sehen, Fräulein Bella?
Bella: Danke, Herr Meister; ich kann alles gut sehen. —
Bella: Das L, das M, das N und das O schreibe ich auch im Englischen so.
Herr Meister (schreibt):
Nun muß ich noch schreiben:
Louis: Sind das die deutschen Buchstaben alle?
Herr Meister: Nein; das sind die großen Buchstaben.
Louis: Und die anderen?
Herr Meister: Das sind die kleinen Buchstaben.
Bella: Wollen Sie die kleinen Buchstaben auch schreiben, Herr Meister?
Herr Meister: Gewiß (= o ja), mein Fräulein! Hier:
Louis: Diese kleinen Buchstaben kann ich auch schreiben.
[Herr Meister schreibt:]
Anna: Diese Buchstaben sind wie die englischen.
Bella: Die englischen sind rund; die deutschen nicht.
[Herr Meister schreibt:]
Anna: Herr Meister, ich kann das A, B, C von Mozart singen. Hören Sie!
Louis: Mit diesen Buchstaben schreibt man Briefe, aber nicht Bücher.
Herr Meister: Mein guter Louis! Man schreibt nicht Bücher; der Autor schreibt das Manuskript; aber Bücher druckt man. Die Bibel kommt aus der Presse, nicht wahr? (= ist es nicht so?)
Louis: Ja wohl, Herr Meister.
Herr Meister: Man druckt die Bibel in der Presse.
Anna: Und Goethes Werke auch.
Bella: Und Lord Byrons Werke auch.
Herr Meister: Und der Mann, der das Buch druckt, ist der Buchdrucker.
Anna: War nicht Benjamin Franklin ein Buchdrucker?
Herr Meister: Recht so (= ja), mein Fräulein.
Bella: Horace Greeley war auch ein Buchdrucker.
Louis: Horace Greeley?
Bella: Ja, als er jung war.
Herr Meister: Wer war der Erfinder der Presse?
Anna: Erfinder?
Herr Meister: Ah, Sie verstehen das Wort "Erfinder" nicht. Edison ist der Erfinder des Telephon. Singer ist auch ein Erfinder; Morse auch.
Louis: Ich verstehe. War ein Amerikaner der Erfinder der Presse?
Herr Meister: Nein, mein Freund.
Louis: Nein? Nein?
Herr Meister: Nein. Bevor Christoph Columbus, der Entdecker Amerikas, geboren war, druckte man schon eine Bibel.
Louis: Wer hat die erste Bibel gedruckt?
Herr Meister: Johannes Guttenberg.
Anna: Wo war Johannes Guttenberg geboren?
Herr Meister: In Mainz.
Bella: Ist Mainz nicht eine Stadt in Deutschland?
Herr Meister: Ja wohl, mein Fräulein.
Bella: Die Stadt Mainz ist bei Frankfurt am Main; nicht wahr?
Herr Meister: So ist es, mein Fräulein; Frankfurt ist eine alte, alte Stadt. Goethe ist hier geboren.
Bella: Mein Onkel Charles sah Goethes Geburtshaus.
Louis: Herr Meister, ich kann Alles verstehen. Sie sagen Geburtshaus, das ist das Haus, in dem Goethe geboren ist! O, ich lerne Deutsch so gut, wie mein Bruder Albert!
Herr Meister: Gewiß, gewiß (= ja, ja). Nun muß ich Ihnen Adieu sagen. Adieu, meine Damen!
Alle: Adieu, Herr Meister.
[Herr Meister geht.]